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Allgemeine und systematische Pharmakologie und Toxikologie PDF

636 Pages·1997·27.48 MB·German
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Springer-Lehrbuch Springer Berlin Heidelberg New York Barcelona Budapest Hongkong London Mailand Paris Santa Clara Singapur Tokio Hans-Herbert Well honer Allgemeine und systematische Pharmakologie und Toxikologie 6., komplett korrigierte und erweiterte Auflage Mit 72 Abbildungen und 58 Tabellen i Springer Professor Dr. med. Hans-Herbert Wellhoner Institut fiir Toxikologie Medizinische Hochschule Hannover Carl-Neubert-StraBe 1 D-3062S Hannover ISBN-13: 978-3-540-61765-5 e-ISBN-13: 978-3-642-60566-6 DOl: 10.1007/978-3-642-60566-6 Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Wellhoner, Hans-Herbert: Allgemeine und systematische Pharmakologie und Toxikologie: mit Tabellen 1 Hans-Herbert WellhOner. - 6., komplett korrigierte und erw. Aufl. - Berlin; Heidelberg; New York; Barcelona; Budapest; Hongkong ; London; Mailand ; Paris; Santa Clara; Singapur ; Tokio: Springer 1997 (Springer Lehrbuch) ISBN-13: 978-3-540-61765-5 Dieses Werk ist urheberrechtlich geschiitzt. Die dadurch begrundeten Rechte, insbesondere die der Ubersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der VervieWiltigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur aus zugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine VervieWiltigung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur m den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes der Bundes republik Deutschland yom 9. September 1965 in der jeweils geltenden Fassung zuHissig. Sie ist gruncfsatzlich vergutungspflichtig. Zuwider handlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechtsge setzes. © Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1975, 1976, 1982, 1988, 1990, 1997 Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeich nungen usw. in dies em Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeich nung nicht zu der Annahme, daB solche Namen im Sinne der Warenzei chen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten waren und daher von jedermann benutzt werden durften. Produkthaftung: Fur Angaben uber Dosierungsanweisungen und Appli kationsformen kann yom Verlag keine Gewa1u ubernommen wercfen. Derartige Angaben mussen yom jeweiligen Anwender im Einzelfall an hand anderer Literaturstellen auf ihre Rlchtigkeit uberpruft werden. einer Abbildung von Tony Stone, Bilderwelten, Munchen Zeichnungen: Gunther Hlppmann, Nurnberg Satzarbeiten: Mitterweger, Plankstadt SPIN: 10057245 15/3134-5432 1 - Gedruckt auf saurefreiem Papier Meinem Kollegen lens Peter Wellhoner gewidmet Vorwort zur sechsten Auflage "Bei der weldlichen Wiesenschafd giebt es ahle Woche was neies. Das wo gesting das riechtige war is heunte sauduhm und sie er fienden iemer neie Schwiendel, damit daft die Schtudenten neie Biecher kaufen miessen und disses heuftt man den Fordschried der Wiesenschafd und kost fiel Giild" [Ludwig Thoma: fozef Filsers BriefwexelJ Die vorliegende sechste Auflage ist noch unter Berucksichtigung der auslaufenden Approbationsordnung geschrieben, wendet sich also in erster Linie an Studierende des ersten klinischen Studien abschnittes. Dementsprechend grundlich habe ich die Theorie dargestellt. Zwanzig Jahre Nachtdiensterfahrung in der Toxikolo gie haben mich bis in die jungste Zeit gelehrt, daG "theoriemach tige" Kollegen fUr Patienten, deren Status unter einer empirisch bewahrten Standardtherapie nahezu hoffnungslos blieb, Thera pieansatze fanden, die nach kurzer Zeit die Verlegung auf eine Normalstation erlaubten. - Dberraschend hat sich gezeigt, daG die 5. Auflage des Buches von Anten im Praktikum geschiitzt wurde, weil sie Klinikbezug nicht nur vorgab, sondern schnell greifbare Daten fUr das sofortige praktische Handeln enthielt: Dosierungsvorschriften fUr Erwachsene, Kinder, Greise und Nie reninsuffiziente, Infusionsgeschwindigkeiten, BioverfUgbarkei ten, Verteilungsvolumina mit Hinweisen zur Hamodialyse und Hamoperfusion, Molekulargewichte zum Umrechnen, therapeu tische und toxische Plasmakonzentrationen, Warnungen bei ge netischem Polymorphismus, Zielkriterien fur die Verhaltnisma Gigkeit des arzneitherapeutischen Handelns und anderes mehr. Fur den klinischen Leserkreis habe ich dies en Anteil in der 6. Auflage ergiebiger gemacht. Um die Such zeit kurz zu halten, ste hen schnell benotigte Daten nach Moglichkeit bei den jeweiligen Pharmaka und nicht in Tabellen. Fur einige Pharmaka, die ohne Verzug dosiert werden mussen, fUhrt das Stichwortverzeichnis unmittelbar auf die richtige Seite. Ich erklare ausdrucklich, daG alle Zahlen fUr mundliche, schriftliche und - horribile dictu - multiple-choice-Fragen vollig ungeeignet sind. Das gilt auch fUr alle Fragen nach unerwunschten Wirkungen, die wirklich lebens bedrohlichen ausgenommen. Ein Priifer, der sich "Nebenwirkun gen" schlicht aufzahlen laGt, gibt ein schauriges Bild abo Vorwort I VII Die Diskussion von Wirkungen auf molekularer Ebene wurde stark erweitert. Ein Beispiel ist das Kapitel iiber Kanzerogenese, bei dem die enge Relation von Theorie und Praxis besonders evi dent geworden ist. Ganz neu sind auch die Kapitel iiber Phar maka mit Wirkungen auf den Lipidstoffwechsel und Pharmaka mit Wirkungen im Serotoninsystem. Weitgehend erneuert wur den die Kapitel iiber Signaltransduktion, die Pharmakologie des Immunsystems, Hormone, einzelne am Gastrointestinaltrakt wirksame Pharmaka, Cocain und Amphetamin-ahnlich wirkende Stoffe, Antibiotika, Tumorhemmstoffe und Clostridientoxine. Die Arzneimittelliste der Medizinischen Hochschule Hannover diente als Vorlage fiir die exemplarische Nennung warenzeichen geschiitzter Praparate. Konkurrierende Praparate mit gleichen oder chemisch sehr ahnlichen Wirkstoffen k6nnen die gleiche Qualitat haben und unter anderen Einkaufsumstanden sogar 6konomischer sein. An einigen Stellen habe ich zusatzlich Prapa rate genannt, die in der Praxis des niedergelassenen Arztes weit mehr Bedeutung haben als in der Klinik, weil z. B. in der Klinik die Schwestern und Pfleger taglich fiir die zeitrichtige Mehrfach applikation der Arzneimittel sorgen, wahrend der niedergelas sene Kollege in realistischer Einschatzung der heutigen Compli ance seiner Patienten oft Arzneimittel und -zubereitungen bevor zugt, fUr die "einmal taglich" gilt. Viele studentische Leser haben mir niitzliche Hinweise gegeben. Die Kapitel iiber das Immunsystem hat Herr Kollege Martini Hannover, das Kapitel iiber die Pharmakologie des Gastrointesti naltraktes und iiber Ciclosporin und Tacrolimus hat Herr Kollege Sewing/Hannover kritisch gegengelesen. Frau Lambert-Bau mann/K6ln hat mir neue Informationen zu Amantadin und Me man tin iibersandt. Mein Freund und Kollege Talas, niedergelasse ner Allgemeinmediziner in Hannover, hat mir Einsichten in die zwischen Patientenerwartung, Patientencompliance und Gesund heitsstrukturgesetz eingeklemmte Praxis der ambulanten Arznei therapie vermittelt, die an manchen Stellen zu einer niichternen Darstellung beigetragen haben. Unser Sohn hat kritische Bemer kungen eines angehenden Internisten an sin Vadder beigesteuert und mich angespornt. Das endlich fertiggestellte Manuskript hat Frau Kollegin HofmannlHeidelberg als "seiteneinsteigende" Lek torin im Auft rag des Verlages mit jungem internistischen Sach verstand gelesen, hervorragend gute Anderungsvorschlage unter breitet und auch noch instruktive Beispiele aus ihrer klinischen Tiitigkeit eingebracht. Ich wiinsche jedem Autor eine so vorziigli che Lektorin. (1m Auft rag des Verlages hat sie sich iiberdies red lich bemiiht, meine erzkonservative, jeglicher Rechtschreibere form zutiefst abholde lateinische C-Schreibung - Receptor, Can cerogen, Glucocorticoide - durch Transkription mit vielen z und k in mildes Reformlicht zu tauchen). AIle sch6nen Zeichnungen I VIII Vorwort hat mein Mitarbeiter Herr Kollege Binscheck/Hannover angefer tigt. Drei Betreuerinnen des Verlages habe ich verschlissen: Frau Repnow (die die Hoffnung auf die 6. Auflage nie aufgab), Frau Doyon und Frau Jeggle, bis endlich Herr Meuser, im Schlugga lopp meine ironischen Bemerkungen mit Sanftmut ertragend, die 6. Auflage durchs Ziel steuerte. Allen Damen und Herren danke ich - nicht nur aus Anstand, sondern von Herzen. Alle verbliebe nen inhaltlichen Fehler, Unzulanglichkeiten und Unebenheiten habe ich allein zu verantworten. Hannover,S. Januar 1997 H.-H. Wellhoner !'X Vorwort Inhaltsverzeichnis Allgemeine Pharmakologie ........................... . 1.1 Arzneimittel, Pharmakon, Gift ......................... . 1.2 Arten der Bindung von Fremdstoffen an biologische Systeme ................................................ 3 1.3 Pharmakokinetik: Begriffe .............................. 3 1.4 Bestimmende Faktoren fOr die Membranpassage von Pharmaka und Giften .............................. 6 1.5 Resorption. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 1.6 Verteilung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 1.7 Biotransformation (Metabolismus) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 1.8 Ausscheidung (Exkretion) .. .. .. . . . . .. .. .. . . .. .. .. .. .. ... 25 1.9 Mathematische Pharmakokinetik ....................... 26 1.1 0 Wirkung, Pharmakodynamik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 1.11 Rezeptoren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 1.12 Physiologische Agonisten: Primare Botenstoffe ......... 39 1.13 Signaltransduzierende Strecken ........................ 40 1.14 Quantifizierung von Bindung und Wirkung ... . . . . . . . . . . 49 1.15 Unspezifische Bindung und unspezifische Wirkung . . . . . 58 1.16 ED 50, LD 50, therapeutischer Quotient ................ 61 1.17 Arzneimittelinteraktionen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 1.18 Allgemeine Pharmakologie besonderer Situationen .... 67 1.19 Gegenregulation, Toleranz, Supersensitivitat, Rebound-Phanomene .................................. 73 1.20 Arzneimittelabusus, Dependenz ........................ 76 2 Pharmakologie des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes ................................. 77 2.1 Hypovolamien und Hypervolamien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 77 2.2 Elektrolytverschiebungen .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .... .... ... 81 2.3 Diuretika. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... . . . . . .. . . . . . . . . . .8 . 8. 2.4 Antidiuretika. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 3 Pharmakologische Wirkungen auf die Blutgerinnung und Fibrinolyse ........................................ 101 3.1 Das System der Gerinnungsfaktoren .................... 101 3.2 Phenprocoumon. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 104 3.3 Heparin ................................................ 107 3.4 Fibrinolytika ............................................ 110 I Inhaltsverzeichnis XI 3.5 Antifibrinolytika. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 111 3.6 Hemmung der Thrombozytenfunktion ................. 112 4 Pharmakologische Wirkungen auf die Erythropoese .. 115 4.1 Eisen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 115 4.2 Foisaure ................................................ 120 4.3 VitaminB12 ............................................ 121 5 Pharmakologie des granulozytaren Systems .......... 124 5.1 Umfang und Funktion .................................. 124 5.2 Zytokine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 126 5.3 Immunsystem I: Immunantworten auf Pharmaka und Fremdstoffe ....................................... 129 5.4 Immunsystem II: Anderung der Systemfunktion durch Pharmaka und Schadstoffe ...................... 136 6 Hormone. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 142 6.1 Steroid hormone und Steroidhormon-Antagonisten: Vergleichbare Eigenschaften ............................ 142 6.2 Glukokortikoide ........................................ 151 6.3 Mineralokortikoide ...................... , ., ... , ., ., ., ., 160 6.4 Estrogene. . . . .. . . .. . .. .. . .. .. . . . .. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 160 6.5 Progestagene. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 164 6.6 Hormonale Kontrazeptiva .............................. 166 6.7 Testosteron, Androgene ................................ 167 6.8 Pharmakologie der Knochenmineralisation ............. 169 6.9 Proteo- und Peptidhormone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 177 6.10 Hypothalamushormone. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 177 6.11 Hypophysenvorderlappenhormone ..................... 178 6.12 Hypophysenhinterlappenhormone ................ , .... 179 6.13 Insulin und orale Antidiabetika ......................... 179 6.14 SchilddrOsenhormone, Jodid und Thyreostatika ........ 188 7 Das Angiotensinsystem ............... . . . . . . . . . . . . . . . .. 196 7.1 ACE-Hemmer: Hemmstoffe des Konversionsenzyms fOr Angiotensin I ....................................... 198 7.2 Angiotensin II-Rezeptorantagonisten ................... 200 8 Eicosanoide: Prostaglandine und leukotriene; Antirheumatika ........................................ 202 8.1 Hemmstoffe der Prostaglandinsynthese ................ 207 8.2 Weitere Antirheumatika: Gold, d-Penicillamin und Chloroquin ........................................ 217 9 Das Histaminsystem; Gastrointestinaltrakt ............ 220 9.1 H,-Antihistaminika (H,-Rezeptorantagonisten) .......... 223 9.2 HrAntihistaminika (HrRezeptorantagonisten) .......... 224 XII I inhaltsverzeichnis

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